Montag, 24. Juni 2013

Neues aus Hohenstücken



Jetzt sind wir schon fast 2 Wochen hier in Brandenburg an der Havel zur Reha und es ist so einiges in der letzten Woche passiert.

Ich werde mal zusammenfassend die letzten Tage und Therapien Revue passieren lassen.

Das Highlight der letzten Woche war definitiv die Hippotherapie. Diese haben wir erst hier kennengelernt. Zwar hatten wir das demnächst auch mal vor, mit Timo auszuprobieren, aber hier war einfach die Gelegenheit da, um diese Form der tiergestützten Therapie zu testen. Und ich finde, Timo hat das echt super gemacht und es war eine ganz tolle Erfahrung.



Timo erhält hier außerdem viel Krankengymnastik, auch im Wasser. Wir konnten hier auch ein für uns neues Gerät ausprobieren, den Innowalk. Auch diesen hat Timo gut angenommen und es ist eine gute Unterstützung für Timos Motorik.

 
Hier gibt es nebenbei gesagt eine Menge für uns neuer Dinge und Gerätschaften. Es ist an der Zeit, alles mal durchzuprobieren um auch zu schauen, inwieweit wir damit Timo weiter fördern und insgesamt in seiner Entwicklung fördern können.

Logopädie steht ebenso wie Musik- und Ergotherapie auf Timos Therapieplan. Ebenso gibt es hier Sinnes- und Wahrnehmungsräume, die sicherlich auch der Entspannung dienen sollen. Aber dadurch, dass Timo ein sehr aktives bzw. bewegliches Kind ist, tritt die Entspannung wohl eher bei ihm in den Hintergrund und der Sinnesraum gleicht eher einer Entdeckerzone als ein Ruheraum für ihn.

Es ist schon insgesamt sehr aufregend für Timo und auch für mich.

Heute konnten wir zum allerersten Mal einen Rollstuhl testen. Ich war am Anfang sehr skeptisch, ob das was für Timo ist. Bisher kannten wir ja nur den Reha-Buggy. Allerdings war ich umso erstaunter, als er gleich die Hände an die Räder legte und vor und zurückrollerte. Timo ist doch immer wieder für eine Überraschung  gut. Heute sind wir noch etwas auf den Etagen damit gefahren und morgen hat er dann richtiges Rollstuhl-Training. Mal sehen, wie er das annimmt.



Bis die Tage und eine gute Nacht (bei uns wird die heute wohl erst etwas später eintreten, weil Timo immer noch hellwach ist).

LG Timo und Melanie

Donnerstag, 13. Juni 2013

Timos 1. Reha in Hohenstücken

Gestern hieß es, auf nach Brandenburg an der Havel in die Helios Klinik Hohenstücken. Timos erste Rehabilitation für mindestens 4 Wochen hat begonnen.

Mit dem Auto sind wir nach ca. 1 1/2 Stunden angekommen. Der erste Gedanke meinerseits: Sehr idyllisch!


Die Klinik ist sehr modern eingerichtet und das Personal hat uns auch sehr freundlich empfangen. Nichts groß mit ausruhen, wir bekamen recht zügig den Therapieplan für den nächsten Tag. Gut, Therapieplan ist jetzt übertrieben, besser gesagt Kennenlerngespräche mit dem einen oder anderen Therapeuten.

Timo wurde gestern noch von der Stationsärztin untersucht, wir hatten ein Aufnahmegespräch in dem auch die Ziele bzw. Wünsche an diese Reha besprochen wurden. 

Anschließend machten wir uns beide auf den Weg, das Haus ein wenig kennenzulernen. Langeweile kommt hier bestimmt nicht auf bei dem Angebot. 

Es gibt eine tolle Reithalle, die wir bisher nur von außen gesehen haben und eine Art Streichelzoo mit Hasen, Meerschweinchen und Ziegen, der zur tiergestützten Therapie gehört. 




Es gibt eine Schwimmhalle mit zwei Becken im Haus, eine Cafeteria (der Kaffee und das Eis schmecken hier übrigens sehr lecker), viele Therapieangebote, was uns auch sehr wichtig war, um für Timo gezielt die passende Förderung herauszufiltern. Der Speisesaal ist groß und freundlich ausgestattet und auch das Essen ist sehr gut und vielfältig. Für jeden Geschmack etwas dabei.

Die Außenanlage des Hauses ist ebenfalls sehr schön gestaltet, es gibt eine Art Sinnesgarten, eine schöne Nestschaukel, einen Sandkasten und sonst ist es sehr grün und lädt zum Spazieren ein. Bei dem Wetter momentan macht das auch viel Spaß.



Der Tag verlief gestern sehr schnell. Timo ist zwar nach dem aufregenden Tag erst spät eingeschlafen, aber das ist ja auch bei der neuen Umgebung nur verständlich.

Heute hieß es für Timo Ergotherapie und Physiotherapie nach dem Frühstück. Es wurden uns die entsprechenden Etagen und Therapieräume sowie Angebote gezeigt und besprochen. Morgen geht es dann richtig los.

Nach einem Nickerchen im Buggy an der frischen Luft und dem Mittagessen gab es noch ein Gespräch mit der Sozialarbeiterin und dann hieß es Freizeit. 

Zum Glück gibt es hier diese tolle Nestschaukel, die wir gleich unsicher machten. Timo liebt es, darin zu schaukeln. Man merkt förmlich, wieviel Spaß er dabei hat. 




Wir spielten noch eine Weile im Sandkasten und machten uns danach auf den Weg zu den Tieren.





Das erste Mal, das Timo einen Hasen auf den Schoß hatte. Die Tiere hier sind zum größtenteil selbst gezüchtet worden und somit auch sehr zutraulich und handzahm. Aber ich glaube, für Timo ist ein Hase kein passendes Haustier; sein Interesse hielt sich in Grenzen.

Nach dem Abendessen sind wir dann noch in die Schwimmhalle, diese hat bis 22 Uhr geöffnet und ist somit auch für die begleitenden Elternteile bzw. Angehörigen eine schöne Entspannungsmöglichkeit in den Abendstunden. 

Es war also wieder ein sehr aufregender und erlebnisreicher Tag für Timo und mich. So anstrengend, dass er, während ich hier schreibe, eingeschlafen ist.

Wir sind gespannt, was der morgige Tag mit sich bringt.

Einen schönen Abend für euch alle und liebe Grüße aus Brandenburg an der Havel

Timo und Melanie

Samstag, 1. Juni 2013

Spendenaktion beim Sommerfest

Gestern gab es ein großes Sommerfest, auch wenn das Wetter nicht unbedingt nach Sommer aussah, an der Philipp Reis Schule in Berlin Lichtenberg.

Uns als Familie wurde dabei die Möglichkeit gegeben, dass der Erlös durch den Verkauf von Kaffee, Kuchen, Waffeln etc. Timos Delphintherapie im September zu Gute kommen wird.

Die Tage vorher waren auch schon sehr aufregend. Wir überlegten, welchen Kuchen wir backen wollen, es wurde dementsprechend eingekauft. Berücksichtigen mussten wir ja, dass mindestens 500 Leute kommen würden.

Angefangen habe ich damit, Delphinplätzchen zu backen. Im Gegensatz zu denen meiner Schwägerin, die ihre liebevoll gebackenen Delphine mit blauem Zuckerguss versehen hat, blieben meine, mal wieder aus Zeitmangel, nackig.



Einen Tag vor dem großen Sommerfest fing dann das große Backen an. Mein Backofen, und der von Timos Oma Marina, stand nicht still. Schokoladenkuchen, Kirsch-, Heidelbeer- und andere leckere Muffinsorten sowie viele Bleche Kokos-Buttermilch-Kuchen wurden bis tief in die Nacht gebacken, damit am nächsten Tag alles schön frisch angeboten werden konnte.




Timos Opa Alexander war in der Zeit damit beschäftigt, seinen Transporter, mit welchem wir auf dem Schulgelände stehen durften, mit einem regenfesten Vordach zu versehen. Mal wieder eine sehr großartige Idee und natürlich entsprechende Umsetzung.

Entsprechende T-Shirts haben wir uns auch noch machen lassen. Vielen Dank an dieser Stelle nochmal an die Firma Rent-Deco, die bereits die Flyer entworfen haben und die Autos beklebt haben.


Dann ging das große Packen los. Hauptsache, wir vergessen bloß nix?!


Bis dahin sah das Wetter noch ganz gut aus, wir konnten unseren kleinen Stand schön aufbauen und herrichten. Doch dann brach ca. 15.30 Uhr eine große Regenhusche über uns ein. Das selbstgebaute Regendach am Transporter kam somit zum Einsatz. Aber nach ca. 30 Minuten zog alles vorbei und der Regen ließ nach.




Um 18.00 Uhr ging es dann los. Timo war auch mit vor Ort.



Eine halbe Stunde später durfte ich dann auf die Bühne, um unser Projekt kurz vorzustellen. Gar nicht so einfach, wenn so aufgeregt ist, wie ich es dabei war. 


Vielen Dank an dieser Stelle natürlich nochmals an die Philipp Reis Schule, insbesondere an den Schulleiter Herrn Härtel, für diese Möglichkeit, ein Stück näher Timos Delphintherapie heranzurücken.


Es war ein sehr schöner Abend, alle waren total lieb und nett und somit hat es auch sehr viel Spaß gemacht!

Durch den großen Hunger von Schülern, Lehrern und anderen Sommerfestgästen konnten wir sage und schreibe 500,00 € sammeln. Vielen Dank für diese großartige Unterstützung !!!

Auch ein Riesendankeschön an meine Eltern, meinen Bruder und seine Frau für die große Hilfe vor, während und nach der Veranstaltung. Ohne euch wäre der Abend nicht so erfolgreich geworden!

Und natürlich sagen wir noch Danke an einige Fast-Food-Restaurants, Kaisers und an die Harry Bäckerei, die uns ebenfalls bei unserer Aktion mit nützlichen Dingen für den Kuchen- und Kaffeeverkauf unterstützt haben. Danke an die Cateringfirma Thurmann für den gestellten Kaffeeautomaten nebst Zubehör. Danke an Timos Oma Gudrun für zwei leckere Kuchenbleche.

Ein schönes Wochenende noch wünschen euch 
Timo und Melanie




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