Dienstag, 23. September 2014

Die CRITTERS sind los

Wie ihr ja wisst, waren wir im Juni zur Adeli-Therapie in der Slowakei! Dort hatte Timo auch mehrmals logopädische Therapiebehandlungen. Dort wurden u.a. Massagen und mundmotorische Übungen gemacht. Ich habe viele Sachen auf Video aufgenommen, damit ich die Übungen auch zu Hause wiederholen kann.

Außerdem habe ich mir die verschiedenen Gegenstände aufgeschrieben, Trinklernbecher, Vibrierstäbe usw., damit ich das richtige ´Werkzeug´ auch direkt zu Hause habe. 

Leider musste ich feststellen, dass es in Deutschland die notierten Sachen nicht zu kaufen bzw. zu bestellen gibt. Es gibt mehrere Online-Händler, die u. a. in den USA, Australien oder auch England ihren Sitz haben. Ich begann mich durch die Internetseite zu ´übersetzen´, ja ja, mein Schulenglisch ist schon etwas her, und fand schließlich eine Internetseite für logopädische Hilfsmittel, wo auch der Versand noch erschwinglich erschien.

Gefunden habe ich diese Seite hier und auch direkt dort einige Sachen bestellt, die ich euch nach und nach hier vorstellen möchte!

Der Versand hat in etwa 2 Wochen gedauert. Es war eine tolle Kommunikation per E-Mail möglich und es hat alles reibungslos geklappt!

Heute möchte ich euch aus dem Paket die VIBE CRITTERS vorstellen! Zwei batteriebetriebene Vibrierstäbe, die der Stimulation des Gesichts- und Mundbereiches dienen. Das Design ist sehr kinderfreundlich, schöne bunte Farben und auch nicht zu klein, so dass keine Gefahr des Verschluckens besteht.


Timo schnappte sich gleich einen aus meiner Hand, als er nur die Vibrationsgeräusche hörte. Die Geschwindigkeit kann manuell, mit Hilfe eines Drehreglers am unteren Ende des Stabes reguliert werden. Die betroffenen Kinder können auf den Köpfen der bunten Stäbe herumkauen oder sie sich einfach ans Gesicht oder in den Händen halten und spüren.



Bei der Fledermaus sind die Flügel verstärkt, so dass der innere Mundbereich, so auch die Zunge stimuliert werden und ein Kauen darauf super möglich ist. Der gelbe Fisch hat drei Flossen, die ebenfalls der Stimulation von Mund und Gesicht dienen.

Timo braucht starke Reize von außen, da er sich selbst nur wenig spürt. Er beißt viel auf Gegenständen rum, teilweise muss man aufpassen, dass nicht der eigene Finger dazwischen ist, das kann dann ziemlich schmerzhaft werden. Die Critters helfen ihm dabei, diese Notwendigkeit auszugleichen.

Wir hatten ja bereits zwei andere Vibrierstäbe, Krokofant hießen die glaube ich, aber die Vibe Critters gefallen uns ein wenig besser. Sie sind größer und noch etwas handlicher. Sie bieten außerdem viel mehr Fläche zum Herumexperimentieren.


Schaut euch doch einfach mal auf der Internetseite um, vielleicht findet ihr ja auch noch das ein oder andere Teil, womit ihr eure Mäuse weiter fördern könnt!

Bald gibt es weitere Vorstellungen von logopädischen und anderen kleinen und großen Hilfsmitteln im Hause Thieleke!

Liebe Grüße,
Melanie und Timo

Samstag, 13. September 2014

Sommerfest

Timos und Oskar Kita hat letzte Woche zum Sommerfest geladen - und zwar unter dem Motto ´Märchen´!

Wir hatten wirklich märchenhaftes spätsommerliches Wetter, alles war sehr liebevoll gestaltet und ausgeschmückt! Alle Erzieher waren märchenhaft verkleidet und auch viele Kinder haben sich ihre Märchenkostüme angezogen.




Los ging es um 15:30 Uhr mit einer schönen Gesangseinlage der WirsiKids-Erzieher! Danach gab es viele tolle Stationen, die es zu entdecken gab. Kuchen und Zuckerwatte standen zuerst auf Mamas und Oskars Liste, wonach Timo lieber zunächst etwas im Sandkasten spielte.

Es wurde gegrillt, es spielte schöne Musik und es gab eine Menge zu besuchen und zu erleben.

Nach einer kleinen Stärkung ging es zum Bällebad, wo Timo natürlich nur sehr schwer wieder rauszuholen war. Oskar hatte viel Spaß beim Pfefferkuchenhaus von Hänsel und Gretel. Er klaute einfach immer die mit Klettband angebrachten Pfefferkuchen vom Häuschen!






Es gab auch zwei Hüpfburgen, die aber an diesem Tag von den beiden Jungs nicht wirklich viel Beachtung fanden. Timo wollte eher wieder raus und suchte den Ausgang!






Viel interessanter waren die ´Stationen´ Brüderchen und Schwesterchen und der Froschkönig. Beim ersten gab es eine tolle Klangschale, die mit Wasser befüllt war. Da musste Timo natürlich auch mal seine Beine abkühlen. Beim Froschkönig konnte Oskar fleißig die Goldkugeln rausfischen!





Es war mal wieder ein super schöner Nachmittag in der Kita WirsiKids. Ein großes Dankeschön an das gesamte Kita-Personal für die gelungene Umsetzung und Vorbereitung des tollen Festes!

Ein schönes Wochenende wünschen
Timo und Melanie


Samstag, 30. August 2014

Eine Sandkastenliebe

Obwohl es nicht ganz dem Sprichwort entspricht, aber neben dem Element Wasser liebt Timo den Sand. 

Als wir letzte Woche Timos zweite kleine Cousine zum ersten Mal kennenlernen durften und auf der Wochenstation besucht haben, waren wir anschließend noch bei an diesem Tag schönem Sommerwetter auf dem Spielplatz.

Timo hat es einfach genossen, im Sand zu sitzen und die Sonnenstrahlen in seinem Gesicht kitzeln zu lassen.

Dabei sind schöne Bilder entstanden....






Timo ist einfach verrückt nach dem Sand, da er aufgrund einer körperlichen Wahrnehmungsstörung, viele Dinge nicht so körperlich spürt, wie gesunde Menschen. Er braucht starke Reize von außen, selbst ein sanftes Steicheln auf dem Arm oder Bein nimmt er nicht so deutlich war. 

Aber wenn man Timo dabei beobachtet, wie der Sand durch seine Hände rieselt und ihm dabei ein Lächeln ins Gesicht zaubert, geht einem doch das Mutterherz auf...

In diesem Sinne, alles Liebe,

Timo und Melanie 

Mittwoch, 23. Juli 2014

Adeli-Therapie

Nun wird es aber mal wirklich Zeit, über die intensive Neurorehabilitation in Piestany, Slowakei, zu berichten, die wir ja vom 23.06. bis zum 05.07.2014 dort absolviert haben mit Timo.

Es haben uns ja einige Stiftungen dabei geholfen, diese Therapie in der Slowakei, die rund 3.000,00 EUR für zwei Wochen kostet, zu realisieren. Ein großes Dankeschön an dieser Stelle nochmal dafür.

Wir sind bereits am Samstag, den 21.06.2014, in Richtung Slowakei aufgebrochen und hatten eine rund 8stündige Autofahrt vor uns. Ich muss schon sagen, die beiden Mäuse haben das echt super gemeistert.


Nach etwa 4 Stunden machten wir einen Zwischenstopp in Prag, um uns mit Pasta und Pizza zu stärken und gleichzeitig die Möglichkeit zu nutzen, sich mit einer langjährigen Freundin meines Mannes zu treffen, die er vor 8 Jahren das letzte Mal gesehen hat.

Anschließend fuhren wir dann nochmal etwa 4 Stunden, bis wir dann schließlich gegen 19 Uhr in unserem Hotel in Piestany angekommen sind. Nach Abendessen und Aufbau von Timos Moskitonetz und Luftbett sind wir völlig geschafft ins Bett gefallen.


Am nächsten Tag erkundeten wir die schöne Kurstadt Piestany ein wenig und hatten dabei sehr schönes Wetter.



Nach einem langen Spaziergang gönnten wir uns noch leckeren Kuchen (der Punschkuchen ist sowas von lecker...) und Eis.

Am Montag ging es dann ins Adeli-Center, welches in etwa 5 Autominuten von unserem Hotel entfernt lag. Um 12:30 Uhr ging es dann los; wir lernten unsere Betreuerin Dana kennen, eine sehr liebe und nette junge Frau, die uns durch das Center begleitete und  etwas zum Ablauf der nächsten Tage erzählte. Am Montag hatten wir nur verkürzte Therapien, so dass sich die Ärzte und behandelnden Therapeuten zunächst ein Bild von Timo und seinen Fähigkeiten machen konnten.




So richtig toll fand es Timo dann nicht, aber die Therapie ist auch wirklich sehr intensiv und anstrengend.

Dienstag ging es dann 8.30 Uhr los. Auf dem Plan standen Magnetstimulation, Logopädie, manuelle Therapie, Kalt-Warm-Behandlung, 2 Stunden Therapie im Adeli-Anzug mit anschließender einstündiger Massage und zum Schluss noch Sauerstofftherapie. Das war schon ein Marathonprogramm, dem Timo auch in den ersten Tagen mit viel Protest entgegentrat.

 
Oskar und Papa amüsierten sich derweil entweder im KidsClub, der auch super organisiert war und viele Spielmöglichkeiten hatte, oder mit Einkaufen, Katzen streicheln, Fahrradfahren oder auch einer Entspannungsrunde im Hotel. 



Und am Dienstagnachmittag wurden wir vollkommen überrascht, als Timo plötzlich 7 eigenständige Schritte gemacht hat. Irgendwie habe ich das Video mit offenem Mund gedreht, weil ich damit gar nicht gerechnet habe. Ich wollte ihn eigentlich nur filmen, weil er schon längere Zeit stand und dabei spielte.... und dann diese MEGA Überraschung. Ich könnt jetzt noch heulen vor Freude, wenn ich darüber schreibe.


Das Programm zogen wir von Montag bis Samstag konsequent durch. Das hat Timo wirklich sehr super gemacht. Er war so tapfer und ich bin sehr stolz auf ihn, dass er wieder ein Stückchen voran gekommen ist. 

Das Wochenende, oder vielmehr, das, was davon noch übrig blieb, haben wir in Trencin verbracht, wo Bekannte meines Mannes leben. Dort konnte Timo sich austoben, im Wasser planschen und mal etwas runterkommen, auch wir als Eltern bzw. Familie brauchten diese kurze Auszeit mal.



Nach einem erholsamen Sonntag ging es dann Montag wieder straff weiter im Programm und wir starteten in die zweite Therapiewoche.




Timo akzeptierte immer mehr die anstrengende Therapie, auch in dem Adeli-Anzug. Trotzdem merkte man, dass zwei Wochen Intensivtherapie ausreichend sind, denn Timo knirschte immer mehr mit den Zähnen, ein Zeichen dafür, dass er genug hat.

Am Donnerstag der zweiten Woche gab es am Abend noch eine Adeli-Party, wo die fleißigen kleinen und großen Patienten mit einer Urkunde und Medaille für ihre harte Arbeit ausgezeichnet wurden. Es wurde auch viel getanzt und gelacht.


Schließlich sind wir am Samstagmittag nach der Therapie und einer ausführlichen Anleitung für zu Hause, welche Übungen für Timo zum Aufbau von Muskeln und als Grundlage für alle weiteren körperlichen Entwicklungen förderlich sind, nach Hause gefahren.

Es waren sehr tolle, aber auch anstrengende zwei Wochen! Wir nehmen viele positive Erfahrungen mit nach Hause, viel natürlich auch in therapeutischer Hinsicht. So habe ich wieder viele Ideen bekommen, wie ich selbst Timo zu Hause weiter fördern kann.



Es hat sich auch mal wieder bestätigt, dass man alles mal ausprobieren sollte und sich danach eine Meinung bilden sollte. 

Fazit: Die Adeli-Therapie werden wir mit Sicherheit wiederholen!

Viele Grüße
Timo und Melanie



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